44 Kommentar Auf der strategischen Ebene hat die Sympany Gruppe ihre markante Neuausrichtung mit dem Transfer des Privatkun- den-Zusatzversicherungsgeschäftes von der ÖKK in die Sympany Versicherungen AG sowie mit der Neubestellung des Stiftungsrates unter der Leitung von Dr. Ralph Lewin abgeschlossen. Mit der Übernahme der Xundheit konnte zudem ein weiteres Mitglied des ehemaligen ÖKK-Verban- des übernommen und in die Gruppenstrukturen integriert werden. Vor allem der Transfer des VVG-Portfolios, aber auch die Übernahme der Luzerner Xundheit führen zu einem deutlich veränderten Bild von Bilanz und Erfolgsrechnung, was einen Vorjahresvergleich erschwert. Auf der operativen Ebene konnte der Neubau «Jacob Burckhardt Haus» erfolgreich abgeschlossen und im Herbst 2009 vollständig bezogen werden. Der Neubau erleichtert mit seiner Funktionalität und Transparenz eine offene Kommunikation und eine partnerschaftliche Zusammenar- beit zwischen den verschiedenen Funktionen und Berei- chen. Ausserdem wurden die Anstrengungen zur Moderni- sierung der Informatikinfrastruktur massiv erhöht. Diese Investitionen werden es Sympany ermöglichen, in Zukunft die Effizienz nachhaltig zu erhöhen und die Qualität für die Kundinnen und Kunden nochmals spürbar zu steigern. Auf der finanziellen Ebene war das Geschäftsjahr 2009 der Sympany Gruppe sowie in der ganzen Branche gekenn- zeichnet durch ein unbefriedigendes versicherungstechni- sches Ergebnis. Die Prämien hielten aufgrund des politisch motivierten Drucks auf die ganze Branche in den Jahren 2008 und 2009 nicht Schritt mit der weiterhin hohen Teuerung im Gesundheitswesen, insbesondere bei Spitälern und Medikamenten. Dies widerspiegelt sich auch bei Sympany in einem versicherungstechnischen Verlust von 41,9 Millionen Franken. Der Versicherungsertrag stieg um 37,3 Prozent auf 907,3 Millionen Franken, was hauptsächlich auf die einleitend beschriebene Portfolioübernahme und die Übernahme der Xundheit zurückzuführen ist. Das erzielte Bruttoprämien- volumen beträgt 889,3 Millionen Franken gegenüber 627,4 Millionen Franken im Vorjahr (+41,7%). Die Versicherungs- leistungen stiegen um 33,4 Prozent auf 815,6 Millionen Franken. Der Anstieg der Verwaltungskosten im Jahr 2009 in der Höhe von 77,2 Millionen Franken ist zu 41,5 Prozent auf die erstmalige Konsolidierung des Privatkundengeschäfts nach VVG sowie zu 20,2 Prozent auf die Integration der Xundheit zurückzuführen. Der restliche Anstieg der Verwal- tungskosten ist in temporär erhöhten Aufwendungen für Projekte, vor allem im Bereich IT-Infrastruktur, begründet. Trotz deutlicher Reduktion der Risiken konnte Sympany ein sehr positives Finanzergebnis mit einer Performance von rund 10 Prozent erreichen. Aufgrund des geltenden Nie- derstwertprinzips in der Rechnungslegung nach Obligatio- nenrecht schlägt sich dieses positive Ergebnis nur teilweise in der Jahresrechnung nieder. Trotz des unbefriedigenden Ergebnisses von –28,3 Millionen Franken verfügt die Sympany Gruppe weiterhin über eine solide Eigenkapitalsituation, was sich an einer gruppenwei- ten Eigenkapitalquote von 18,2 Prozent erkennen lässt. Die Attraktivität der Sympany Gruppe lässt sich auch am weiteren Anstieg der Anzahl Privat- und Unternehmenskun- den ablesen. So stieg die Anzahl der Unternehmenskunden von 7462 auf 9991 (+33,9%). Die Anzahl der Privatkunden erhöhte sich von 196330 auf 231114 (+17,7%). Auch von 2009 auf 2010 konnte Sympany mit ihren Versicherungsan- geboten exklusive Xundheit netto über 10000 neue Privatkunden gewinnen. Kommentar zur konsolidierten Jahresrechnung
