6 Bericht zur Sympany Gruppe Das Jahr 2009 war weiterhin geprägt von der Kostensteige- rung im Gesundheitswesen und der öffentlichen Diskussion darüber. Angesichts der notwendigen Prämienerhöhung für 2010 entschieden sich viele Versicherte für einen Wechsel des Anbieters. In diesem anspruchsvollen Umfeld hat sich die Sympany Gruppe gut behauptet und neue Versicherte gewonnen. Bei der Prämienfestlegung setzte Sympany aber nicht auf eine kurzfristige Billigstrategie, sondern auf langfristige, verlässliche Sicherheit. Der Erfolg bestätigt die Bemühungen seit der Neupositionierung im Jahr 2008: Sympany wird mit dem guten Preis-Leistungs- Verhältnis und der langfristigen Strategie, aber auch mit ihren Innovationen und ihrem attraktiven Angebot als interessanter Partner wahrgenommen. So ist auch die Bekanntheit der Marke Sympany markant gestiegen. Unbefriedigendes Resultat Das Jahresergebnis 2009 konnte vom Akquisitionserfolg noch nicht profitieren und präsentiert sich unbefriedigend: Vor allem die Kostensteigerung hat das Resultat negativ beeinflusst. Bei der obligatorischen Krankenversicherung nach KVG hat sich der fatale politische Zwang für zu tiefe Prämien erstmals in aller Deutlichkeit ausgewirkt: Die Kosten-Prämien-Schere ist so stark aufgegangen wie nie zuvor. Auch bei den Krankenzusatzversicherungen ent- wickelte sich deshalb ein intensiver Kostendruck, der sich im Ergebnis negativ bemerkbar macht. Zwar stieg das Prämienvolumen der Sympany Gruppe, auch wegen der Integration der Xundheit, um rund 14 Prozent auf 893,6 Millionen Franken. Als Jahresergebnis resultiert aber ein Verlust von 28,3 Millionen Franken. Das Unternehmenskun- dengeschäft von Sympany profitierte – nicht zuletzt wegen des gut ausgebauten Case Management – von einer im Branchenvergleich guten Schadenssituation und realisierte wiederum ein substanzielles, nachhaltiges Wachstum. Sympany profitierte zudem aufgrund der langfristig ausge- richteten Anlagestrategie von der Erholung an den Börsen und übertraf mit der Performance den eigenen Benchmark deutlich. Solide finanziert Die deutlich grössere Prämienerhöhung für das Jahr 2010 ermöglicht es den Krankenversicherern, die laufende Kos- tensteigerung abzufedern und die Leistungen einigermassen zu decken. Noch nicht ausgeglichen ist allerdings die schwierige Situation, welche der wiederholte Zwang zum Abbau der Reserven mit sich brachte. Sympany ist allerdings nach wie vor gut mit Reserven ausgestattet und solide finanziert. Unterjährige Prämienerhöhungen wird es in der Sympany Gruppe nicht geben. Strategische Schritte im Einklang mit Werten Sympany bewegt sich sowohl finanziell als auch bezüglich Angebot und Dienstleistungsqualität auf dem richtigen Weg. Sie bleibt für die Versicherten ein verlässlicher Partner und lebt damit konsequent ihre Unternehmenswerte «partnerschaftlich» und «wertschöpfend». Aber auch der dritte Wert, «dynamisch», ist für Sympany von hoher Bedeutung. Dies zeigen mehrere Entwicklungsstossrichtun- gen, die im Rahmen der Neupositionierung angedacht wurden und die sich jetzt konkretisieren. Es sind wichtige strategische Schritte hin zum Ziel, das Angebot zu verbes- sern sowie den Kundinnen und Kunden Mehrwerte zu bieten. Wachstum dank Integration und neuem Geschäftsfeld Nachdem Regierung und Parlament der Stadt Luzern dem Verkauf zugestimmt hatten, stiess im Juli 2009 die vormals städtische Krankenversicherung Xundheit zu Sympany. Xundheit wurde als eigenständiges Tochterunternehmen in die Sympany Gruppe integriert. Mit dieser Erweiterung schafft sich die Sympany Gruppe einen neuen geogra- fischen Schwerpunkt in der Zentralschweiz, der das Ge- schäftsgebiet ideal ergänzt. Seit Juni 2009 bietet Sympany neben den Krankenversicherungen auch Sach- und Haft- pflichtversicherungen an. Im Gegensatz zu Mitbewerbern führt Sympany eigenständige Produkte ohne Versicherungs- partner. Mit umfassenden Versicherungspaketen aus einer Hand hat Sympany ein im Markt einzigartiges Angebot In einem anspruchsvollen Umfeld neue Versicherte gewonnen
